Kinder- und Jugendbeauftragte

Kinder- wie Jugendbeauftragte sind Erwachsene, die die Aufgabe haben, die spezifischen Interessen von Kindern und Jugendlichen zu vertreten. Sie setzen sich u.a. dafür ein, dass die Stadt kinder- und familienfreundlicher wird. In der Regel sitzen die Kinder- und Jugendbeauftragten in Gremien, die im Hinblick auf Kinder- und Jugendthemen relevant sind. In manchen Städten gehört die Stelle der Kinder- und Jugendbeauftragten zum Geschäftsbereich des (Ober-) Bürgermeisters bzw. (Ober-)Bürgermeisterin, in anderen wiederum sind sie der Jugendamtsleitung unterstellt oder sie sind Teil des Kinderbüros bzw. Kinder- und Jugendbüros. Es gibt aber auch ehrenamtlich arbeitende Kinderbeauftragte.

Die Idee für einen Kinderbeauftragten verbindet sich immer mit einem Amt, welches jedoch in keiner gesetzlichen Grundlage ausdrücklich erwähnt wird. Eine Rechtfertigung gibt es in Ansätzen im SGB VIII. Die Aufgabenbeschreibungen für und Tätigkeitsfelder von Kinder- und Jugendbeauftragten sind sehr unterschiedlich und werden gewöhnlich durch kommunale Regelungen bestimmt. In ihrer praktischen Arbeit organisieren sie konkrete Partizipationsmöglichkeiten und wirken vermittelnd zwischen der Kinder- und Erwachsenenwelt. Sowohl Öffentlichkeitsarbeit als auch die Durchführung von Veranstaltungen zum Thema Kinderrechte und Mitbestimmung sind wichtiger Bestandteil ihres Aufgabenspektrums (z.B. Weltspieltag, Weltkindertag).

Kinder- und Jugendbeauftragte werden überwiegend als Institutionen und Teil der Verwaltung gesehen, die alle kinderrelevanten politischen Aktivitäten kennen, bündeln und fördern sollen. Sie arbeiten fachämter- und dezernatsübergreifend und in Kooperation mit vielen verschiedenen Trägern, Einrichtungen und Initiativen.

Siehe im Bereich Mitglieder (u. a.): Kassel, Oberursel, Frankfurt, Baunatal, Rüsselsheim, Weiterstadt