Marburg-Biedenkopf

Kreisjugendparlament Marburg-Biedenkopf (KJP Marburg-Biedenkopf)KJPLogo2016ohneRand

Auslöser für die Einrichtung des KJP war 1992 ein Artikel in der Lokalpresse über das Kinder- und Jugendparlament im Vogelsbergkreis. Dies wurde von den Fraktionen im Kreistag aufgegriffen und das Jugendbildungswerk damit beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten. Durch Befragungen und Seminare wurden Jugendliche in den Entwicklungsprozess einbezogen. Sie formulierten wesentliche Voraussetzungen u. a. dass das KJP kein Alibiparlament sein dürfe und sowohl mit eigenen Haushaltsmitteln als auch Entscheidungskompetenz ausgestattet sein müsse. Nachdem der Kreistag am 25. Oktober 1996 die Satzung endgültig beschlossen hatte, konnte im Dezember 1996 die erste Wahl durchgeführt werden. Die konstituierende Sitzung des 1. Kreisjugendparlamentes Marburg-Biedenkopf fand am 25. Januar 1997 statt.

Wie funktioniert bzw. wie sieht die Beteiligung vor Ort aus? Was wird genau gemacht?

Marburg-Biedenkopf ist ein Flächenlandkreis mit 21 kreisangehörigen Gemeinden. Aus jeder Gemeinde können zwei Jugendliche gewählt werden. Das aktive und passive Wahlrecht haben alle Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren, die im Landkreis ihren Hauptwohnsitz haben. Die Wahl findet alle zwei Jahre als Briefwahl statt.

Das KJP trifft sich 6-8 Mal im Jahr zu Wochenendseminaren, an denen auch eine offizielle und öffentliche Sitzung stattfindet. Zusätzlich gibt es Arbeits- und Projektgruppentreffen.

Das KJP kann über einen eigenen Etat in Höhe von 9.560 € verfügen. Es wirkt in den Ausschüssen des Kreistages sowie in Kommissionen und Beiräten mit. Es kann einmal im Jahr im Kreistag über seine Arbeit berichten.

Darüber hinaus sind die Abgeordneten als Vertreter ihrer Gemeinde auch auf kommunaler Ebene tätig und setzen sich dort für die Belange von Kindern und Jugendlichen ein.

Wo bzw. wie ist die Beteiligung verankert?

Laut Satzung liegt die Geschäftsführung beim Fachbereich Familie, Jugend und Soziales – Fachdienst Jugendförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Es steht dafür eine halbe Stelle eines Bildungsreferenten zur Verfügung. Honorarkräfte unterstützen und begleiten die Arbeit des Parlamentes.

Mit wem wird vor Ort zusammen gearbeitet?

Es hat sich eine gute Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendparlament der Stadt Marburg etabliert. Wichtiger Kooperationspartner ist außerdem der Kreisschülerrat. Weitere Partner für einzelne Projekte sind die kommunalen Jugendförderungen und die Schulen im Landkreis.

Homepage

www.kreisjugendparlament.de